LandART Wasserfallen


Kunst auf der Wasserfallen - zum bestaunen oder zu mitgestalten

Was ist LandArt?

LandArt ist Kunst in und mit der Natur. An gegebenen Standorten wird mit vorhandenen Naturmaterialien wie Ästen, Steinen, Wurzeln, Flechten und vielem mehr gearbeitet. LandArt ist aussuchen, umformen, neudefinieren, wieder der Natur überlassen. LandArt ist langsam. Landart ist nachhaltig und umweltfreundlich. Die LandART findet normalerweise alle zwei Jahre statt.

Mit Aufmerksamkeit lassen sich auch jetzt noch Spuren der LandART 2025 auf der Wasserfallen finden.

LandART Wasserfallen 2025

Vom 1. bis 5. Juli 2025 fand zum zweiten Mal die LandArt Wasserfallen statt. An 14 Standorten in der Nähe der Bergstation der Luftseilbahn Reigoldswil-Wasserfallen schufen 4 LandArt-Künstler:innen und 13 Workshop-Teilnehmer:innen Objekte aus Naturmaterialien, wie sie vor Ort zu finden waren. Im Anschluss waren die Kunstwerke in der Landschaft sichtbar und wurden nicht bewegt bis zu ihrem endgültigen Zerfall durch Wetter und Erosion.

Künstlerischer Leiter war, wie bereits 2023 bei der ersten LandArt Wasserfallen, der Landart-Pionier Peter Hess. Er lud die Landart-Künstler:innen Geert Schiks (NL), Marijus Gvildys (LT), Marie Hess-Boson (CH) und Paul Glanzmann (CH), mit denen er schon lange zusammenarbeitet ein, vom 1. bis 5. Juli 2025 live vor Ort zu arbeiten. Gleichzeitig fand unter seiner Leitung ein Workshop statt, der offen war für alle, die selbst ein Landart-Objekt kreieren wollten. Es meldeten sich 13 interessierte Männer und Frauen. Fachkenntnisse wurden keine vorausgesetzt. Auch wurde kein Thema vorgegeben. Bedingung war einzig, nur natürliches, vor Ort auffindbares Material zu verwenden wie Äste, Steine, Wurzeln, Flechten, Rinden und ähnliches. Erlaubt waren ausserdem nur Schnur und einige wenige Werkzeuge. Es entstanden sehr unterschiedliche Landart-Objekte, die aber in ihrer Gesamtheit eine Einheit bilden. Eine kleine Auswahl soll dies belegen.

Werke der Landart 2025 Wasserfallen

(4 Landart-Künstler:innen & 13 Workshop-Teilnehmer:innen)

Marijus Gvildys (LT), Landart-Künstler
Titel: «Waldtelegraph»Hinhören, die vernetzte Kommunikation des Waldes wahrnehmen. Material: Holz.

Elena Geraskina (CZ), Workshop-Teilnehmerin
Larisa Ivanova (LT), Workshop-Teilnehmerin
Anna Nefedova (RU), Workshop-Teilnehmerin
Titel: «Wasserfallen»Inspiriert durch den Ort und den Namen «Wasserfallen». Material: Holz

Ueli Born (CH); Workshop-Teilnehmer
Titel: «Das einsame Herz hat sein Glück gefunden». Material: Holz, Gras

Vera Alugeri (CH); Workshop-Teilnehmerin
Titel: «Kontraste: Im Fluss der Natur». Material: Holz

Christine Meyer (CH), Workshop-Teilnehmerin
Titel: «Sicht ins Grüne»Fasziniert, von den bestehenden umgekippten Ästen ohne Veränderung ein Auge zur «Sicht ins Grüne» entstehen zu lassen.(Grün=Heilung, Wachstum, Energie; Grün = Verbindung zur Natur, Streben nach Gleichgewicht). Material: Holz

Geert Schiks (NL), Landart-Künstler
Titel: «Kontrast, Kombination»Material: (Landschaft), Steine, Holz

Martina Stattelmann (D/CH), Workshop-Teilnehmerin
Ohne Titel: Rundes Element, aus Holz geflochten und verschlungen, auf Steinmauer und hellgrünem, lebendigem Moosband. Material: Moos, Stein, Holz

Daniela Segmüller (CH), Workshopteilnehmerin
Titel: «Ein Blick»Stehe still, verweile, ohne Hast – und keine Eile. Material: Holz, Gras, grüne Nüsse

Regina Stöckli (CH), Workshop-Teilnehmerin
Claude Jutzeler (CH), Workshop-Teilnehmerin
Titel: «Wasserfallen – Land der Schmetterlinge». Verweist auf die Vielfalt von Schmetterlingen auf der Wasserfallen. Material: Holz, Blätter, Schnur

Marie Boson (CH), Landart-Künstlerin
Titel: «Der schwangere Baum». Dieses Kunstwerk in Form eines schwangeren Baumes symbolisiert den kurzen Zeitraum, der uns noch bleibt, um den Klimawandel ernsthaft zu stoppen. Material: Holz

Paul Glanzmann (CH), Landart-Künstler
Titel: «Reinigungsaktion». Ironischer Hinweis, dass jeder Arbeitsplatz gereinigt werden muss und gleichzeitig auch ein Kompliment, dass die Wasserfallen sauber und frei von Littering ist. Material: Holz, Schnur

Marianne Tschantré (CH), Workshop-Teilnehmende
Titel: «Patchwork». Eintauchen in die Natur und ihre Vielfalt geniessen. Material: Tannenzweige, Tannenzapfen, Steine Gras

Franziska Mathis (CH), Workshop-Teilnehmende
Titel: «Das torlose Tor». Durch das torlose Tor hindurchgegangen erkennen wir, dass da nie ein Tor war. Material: Holz (Zweige)

Andrea Brodbeck (CH), Workshop-Teilnehmerin
Titel: «Alles im Fluss». Baum, der sich mit Wurzeln in die Landschaft integriert. Gegensatz der dunklen, lebendigen Rinde und den hellen, toten Steinen. Material: Holz, Steine

Titel und Erklärung stammen vom Künstler oder der Künstlerin des jeweiligen Objekts. Die Interpretation aber liegt im Auge des Betrachters und der Betrachterin. Es gibt keine richtige oder falsche Deutung. Phantasie ist gefragt.

Auszug der wunderschönen Werke der LandArt 2025